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Darstellung

mehr als zehn Jahren hat sich die Vereinigung PANAFA - "Pan African Forum in Austria" etabliert. Der Verein verfügt über 400 Mitglieder - von Angestellten der in Wien ansässigen internationalen Organisationen über Studierende bis ArbeiterInnen und Angestellte österreichischer Betriebe - und erreicht in ganz Österreich mehr als 5.000 AfrikanerInnen und andere Nationalitäten.

Die Vereinigung PANAFA beschäftigt sich mit sozialpolitischen Studien und Forschungen afrikanischer Entwicklungsprobleme. Ferner ist sie eine Kommunikationsplattform für hier lebende AfrikanerInnen und für afrikanische Organisationen, Entscheidungsträger und Institutionen zur Versachlichung der Entwicklungsdiskussion in Österreich. Die interkulturelle Begegnung mit interessierten ÖsterreicherInnen ist ein weiteres Anliegen des Forums und strebt nach einem multikulturellen Leben des Miteinanders. Das Forum beteiligt sich an diversen Diskussionen zu Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und nimmt somit aktiv am Nord-Süd-Dialog teil.

PANAFA ist daher eine Organisation, die sich mit gesellschaft- und sozialpolitischen Fragen auseinandersetzt und sich als Kommunikationsplattform für in Österreich lebende AfrikanerInnen versteht.

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und die Welt ist ein globales Dorf geworden - Stichwort Globafrisierung. Die weltweite Informationsgesellschaft ist das wesentliche Ergebnis des 21. Jahrhunderts mit dramatischen Umbrüchen, Veränderungen in Richtung Elend und zugleich nie da gewesenem Reichtum. Sogar die professionellen Zukunftsforscher haben vor 20 Jahren das Handy oder das Internet noch nicht vorhergesehen.

Die Grundfrage, die wir stellen sollen lautet: wer regiert wen - die Menschen die Märkte oder umgekehrt das Kapital die Politik? Anders gesagt, wie können wir als Panafrikanist aus den ökonomischen Sachzwängen heraus zu einer modernen sozialen Marktwirtschaft finden. Unsere Situation hier in Österreich, in Afrika oder wo auch immer soll verbessert werden. Das heißt, wir müssen beitragen um unsere geraubte Freiheit zurückzuerobern.

Die Ziele werden durch kulturelle Begegnungen, Ausstellungen, Seminare, Diskussionsveranstaltungen, Veröffentlichungen sowie die Einladung von Wissenschaftern, Künstlern und gesellschaftspolitisch tätigen Persönlichkeiten im In- und Ausland erreicht.

  1. Intensivierung der Kontakte zwischen allen AfrikanerInnen in Österreich, aber auch zwischen AfrikanerInnen und ÖsterreicherInnen um das Leben des Miteinanders voranzutreiben.
  2. Organisation gemeinsamer Veranstaltungen.
  3. Unterstützung und Initierung von Aktivitäten für ein Mitspracherecht von AusländerInnen in Österreich.
  4. Forderung eines Ausländerforums, der die Interessen der Zuwanderer wahrnimmt, und Vertretung der Interessen der AfrikanerInnen in einem solchen.
  5. Beratung in studienrechtlichen und arbeitsrechtlichen Fragen.
  6. Hilfestellung bei Anlaufschwierigkeiten neu nach Österreich gekommener AfrikanerInnen durch bereits hier lebende AfrikanerInnen gleicher Herkunft und Sprache Kraft der "African Community".

Motivation

Pan Bewegungen, die bisher in der Welt entstanden sind, gingen aus einem Zustand hin zu gemeinsamen Verhältnissen, sowie Strukturen. Hierbei sind vor allem Politik, Kultur und Wirtschaft das Hauptaugenmerke. So gesehen, ist PANAFA als ein hoch organisiertes Kollektiv oder Bewegung zu bezeichnen, dass sich meist aus einer Anzahl von Persönlichkeiten zusammensetzt, die untereinander in Beziehung stehen.

PANAFA wurde von einer Gruppe engagierter Personen gegründet, die aus dem Gefühl der Ohnmacht gegenüber den gesellschafts-, entwicklungs- und bildungspolitischen sowie rechtlichen Problemen der hier lebenden AfrikanerInnen, diesen Gehör verschaffen und sie dahingehend betreuen und beraten wollen.

Historisch betrachtet ist Panafrikanismus kein beliebiger Begriff, den man unterschiedlich definieren kann. Panafrikanismus, für PANAFA ist ein bestimmter Inhalt der Politik und des Kulturverständnisses, der von individueller Freiheit ausgeht, hin zu einer integrativen afrikanischen Einheit. Ideale Zielsetzung:

  1. Förderung der Einigung der afrikanischen Staaten,
  2. Förderung der afrikanischen Kultur und Identität,
  3. Entwicklung einer afrikanischen Gesinnung und Wirtschaftspolitik,
  4. gegen:
  5. Kolonialismus und/ oder Neo-Kolonialismus,
  6. sozioökonomischen Imperialismus und kulturelle Assimilation,
  7. Streben nach Freiheit und Würde aller Menschen und Sozialgerechtigkeit,
  8. Anregung einer intellektuellen Debatte über Führungsqualitäten und Rollenverhalten,
  9. Kultureller Austausch innerhalb und außerhalb der afrikanischen Staaten Fördern und erhalten und dadurch länger anhaltenden internationalen Kontakt untereinander aufbauen, usw. In Oesterreich bleibt Panafa eine treibende Kraft der African Community und soll daher Konturen, Profile und Eigenständigkeit demonstrieren. Der African Community Network wird weiterhin ein Anliegen des PANAFA sein, jedoch müssen andere afrikanische NGO's ihre Bereitschaft dazu zeigen.

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