Black Board
DDR afrikanische Bruderstaaten
Über 200.000 junge Menschen aus aller Welt waren bis 1989 eingeladen, sich in der DDR weiterzubilden und den sozialistischen Geist zu verinnerlichen. Für die so genannten Vertragsarbeiter war dies oft der einzige Weg, der Armut ihrer Herkunftsländer zu entkommen. Die DDR konnte mit ihnen billig den Mangel an Arbeitskräften ausgleichen und Wirtschaftspläne erfüllen. Viele blieben – und die DDR wurde für sie zur neuen Heimat.
"Plötzlich hörte ich jemanden meinen Namen rufen. Ich drehte mich um und sah einen weißen Mann mit zwei Afrikanern auf mich zukommen. Der Deutsche fragte mich: 'Lucia, willst du mit nach Deutschland fliegen?' Ich erinnere mich an diese Frage und die Gefühle, die sie bei mir auslöste, deutlich: mein Herz tat vor Freude einen Riesensprung! Obwohl ich nicht die geringste Ahnung hatte, was das sein sollte: Deutschland… Endlich durfte ich auch mal fort aus Nyango! Weg von einem Ort, an dem ich stets Hunger und oft Angst hatte. Ich würde ja wiederkommen…". So erinnert sich Lucia Engombe an den Tag, der Leben veränderte...
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